Hallo zusammen!
Ich wollte noch etwas zu dem OpenSpace-Teil der kommenden DZUG-Tagung
erzählen, da dieses ja doch evtl. nicht jedem geläufig ist. Manchmal
ist das auch unter BarCamp oder UnConference bekannt.
Worum es geht ist folgendes: Anstatt dass sich die Organisatoren
Monate vorher Gedanken über ein Programm machen und dann all den
potentiellen Vortragenden hinterherrennen, wird überhaupt kein
Programm im Vorhinen gemacht, sondern es werden nur die Räume zur
Verfügung gestellt.
Das Programm selbst wird dann vor Ort von den Besuchern des Events
erstellt. Wie das genau geht, ist je nachdem immer ein bisschen
unterschiedlich, aber hier ist, wie ich das planen würde:
Jeden Morgen werden wir eine kurze Sessionvorstellung machen. D.h.
jeder der ein Thema hat, über das er entweder etwas erzählen oder aber
einfach diskutieren möchte, stellt dies kurz vor und fragt nach
Interesse (nur als grobe Schätzung).
Dann nimmt er einen DIN-A4-Zettel, schreibt Titel und den eigenen
Namen da drauf. An einer Wand hängt dann eine Art Raster mit Timeslots
und den zur Verfügung stehenden Räumen und man sucht sich einen freien
Slot aus. Bei verschieden grossen Räumen natürlich den, der eher zum
Interesse passt.
Zur richtigen Zeit sollte man sich dann natürlich am richtigen Ort
befinden.
Diese Sessions können auch nach der Vorstellung noch hingehangen
werden, es ist meist das Ziel, eine sehr dynamische Planung zu haben.
Kommt während eines Gesprächs ein Thema auf, so macht doch einfach
eine Session da draus, wenn noch Platz ist. Die ganze Idee dabei ist:
Wenn die Flurgespräche bei einer Konferenz meist das interessanteste
sind, warum diese nicht zum Hauptmerkmal machen?
Daher wäre es auch schön, wenn mehr Diskussionen anstatt Vorträge
angeboten würden. Meist haben nämlich viele Leute Ahnung von einem
Thema und da macht es Sinn, dieses Wissen gemeinsam zu teilen.
In München nun wird es ja eine gemischte Konferenz geben, klassisch
mit Keynotes und normalen Vorträgen und eben OpenSpace-Sessions. Es
gibt allerdings auch reine OpenSpace-Veranstaltungen, wie z.B.
BarCamps. Diese gibt es auch zu Hauf in Deutschland und sind
normalerweise auf
http://barcamp.org gelistet. Normalerweise sind
BarCamps ohne Eintritt, d.h. sollte eines in eurer Nähe stattfinden,
macht es Sinn, sich dort anzumelden, hinzugehen und die Welt ein
bisschen mit Python und Zope zu beglücken, denn normalerweise sind die
eher technischen Sessions dann von PHP und Ruby geprägt. Und ich denke
mal, wir haben auch einiges zu bieten!
Eine andere Frage wäre noch, ob man das ganze ZopeCamp nennen könnte,
damit man mehr Marketing-Möglichkeiten hat (z.B. auf barcamp.org).
Hiervon bin ich allerdings eher wieder ab, denn dazu sollte es a) eine
gesonderte Veranstaltung sein bzw. eigenen Eintritt oder besser keinen
haben und b) mehr Räume umfassen. Wenn das Teil der Tagung ist, dann
sollten wir es bei Open-Spaces belassen.
Wer ansonsten noch Fragen zu dem Format hat, ich beantworte sie
gerne! :-)
Hier gibt es noch ein Video von Bruce Eckel zu OpenSpace-Konferenzen,
wie er sie organisiert:
http://www.youtube.com/watch?v=aD3S0wlbek0Und hier noch eine deutsche Einführung von Mario Sixtus:
http://www.elektrischer-reporter.de/index.php/site/film/49/Viele Grüße,
Christian
--
Christian Scholz Homepage:
http://comlounge.netCOM.lounge GmbH blog:
http://mrtopf.de/blogHanbrucher Str. 33 Skype: HerrTopf
52064 Aachen Video Blog:
http://comlounge.tvTel: +49 241 400 730 0 E-Mail
[hidden email]
Fax: +49 241 979 00 850 IRC: MrTopf, Tao_T
neuer Podcast: Der OpenWeb-Podcast (
http://openwebpodcast.de)
new podcast: Data Without Borders (
http://datawithoutborders.net)
_______________________________________________
zope mailing list
[hidden email]
https://mail.dzug.org/mailman/listinfo/zope